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Bemerkenswertes Urteil zum Thema Content-Klau

Geschrieben von Alfred am 08.11.2004

Das OLG Frankfurt/Main hat mit seinem Urteil vom 4. Mai 2004 (Aktenzeichen: 11 U 6/02, 11 U 11/03) entschieden, dass derjenige, der von einer Homepage unberechtigt Seiteninhalte kopiert und als seine ausgiebt, neben Schadensersatz auch noch Schmerzensgeld zu zahlen hat.

Besonders hervorzuheben ist, dass statt der oft nur schwer nachzuweisenden konkreten Hoehe des Schadens, vom Gericht die "Verguetungssaetze fuer die Nutzung von Werken des GEMA Repertoires in Websites mit Electronic Commerce" zugrundegelegt und darueber hinaus dem Geschaedigten ein Schmerzensgeld zugestanden wurde.

Der Text des Urteils kann auf den Seiten der Rechtsanwaltskanzlei Beckmann und Norda nachgelesen werden:

www.beckmannundnorda.de/sitenapping.html

Die Verguetungssaetze der GEMA finden sich unter:

www.gema.de/kunden/direktion_industrie/tarife/vr_w2_tarif.shtml

Weitere Informationen zu diesem Urteil findet der interessierte Leser im "Internet magazin" (12/04 Seite 72/73).


Antworten

Geschrieben von Manni am 09.11.2004

Meine Meinung dazu:

Bisher konnte der "Kontent-Entführer" darauf vertrauen, dass der Urheber seinen entstandenen Schaden nicht genau beziffern konnte (und deshalb oft auf seinen diesbezüglichen Forderungen sitzenblieb). Durch die ersatzweise Benutzung der Vergütungssätze der GEMA hat das Gericht deshalb einen wichtigen Schritt in Richtung Gerechtigkeit gemacht.

Es ist zu hoffen, dass auch andere Gerichte in Zukunft diesem Beispiel des OLG folgen.


Geschrieben von H.D. Schmitz am 09.11.2004

Habe mir soeben das Heft gekauft und den Bericht zum Urteil gelesen.

Diese Lektüre sollte man für jeden "Kontent-Entführer" zur Pflicht machen!!!

Urheberrechtsverletzung ist halt kein Kavaliers-Delikt.

Bei ueber 10.000 Euro (5.100 Vergüting gem. GEMA und 5.100 Schmerzensgeld) für einen entführten Artikel, wird dieses Urteil bei so manchem Kontent-Entführer hoffentlich mehr als nur Angstschweiss erzeugen.


Geschrieben von Jessi am 09.11.2004

Dieses Urteil müsste an viel mehr Stellen im Internet bekannt gemacht werden.

Darf man auf diesen Beitrag (mit Quellenangabe) verweisen?

und welcher Link bringt mich dann direkt zu diesem Beitrag?

Gruss Jessi


Geschrieben von Alfred (webmaster und Foren-Betreuer) am 09.11.2004

Jessi schrieb:

Darf man auf diesen Beitrag (mit Quellenangabe) verweisen?

und welcher Link bringt mich dann direkt zu diesem Beitrag?

- - - - - - -

Antwort:

Wer fragt ist klar im Vorteil !!!!

Natuerlich erlaube ich es, auf diesen Beitrag (mit Quellenangabe) zu verweisen.

Der Link zum Webmaster-Forum lautet:

http://www.motorradsuche.de/forum02/forum.php

Der Link zum Beitrag lautet:

http://www.motorradsuche.de/forum02/forum.php?id=00249

Gruesse

Alfred (webmaster und Foren-Betreuer)


Geschrieben von M.M. am 10.11.2004

Vor gar nicht so langer Zeit las ich in einem anderen Forum noch zu diesem Thema: "Selbst wenn man erwischt wird liegen die zu zahlenden Kosten oft unter dem Veöffentlichungs-Honorar."

Es bleibt zu hoffen, dass das hier diskutierte Urteil des OLG von anderen Gerichten aufgegiffen wird und eine neue Runde im Kampf gegen den Contet-Klau einläutet.



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